RT6N2
Da der Verkehrsbetrieb bereits schon sehr gute Erfahrungen mit der Firma Pars nova a.s mit der Modernisierung zum Wagentyp T3R.P gemacht hatte, entschloss man sich im Januar 2004 den Wagen 9101 vom Typ RT6N1 zur Modernisierung nach Šumperk, per LKW-Tieflader, zu überführen. Auch der Verkehrsbetrieb Brno hatte bereits vorher seinen RT6N1 mit der Wagennummer 1803 modernisieren lassen.
In Šumperk wurde einen neue Steuerung von der Firma Cegelec vom Typ CDC 1200NF eingebaut, ebenso ein komplett neuer statischer Umformer. Auch der Stromabnehmer wurde vom Mittelteil auf das erste Wagenkastenmodul angebracht. Auch Elemente der Brems- und Sandstreuanlagen wurden erneuert.
In der Nacht vom 25. zum 26. 09. 2005 erreichte der Wagen die Prager Hauptwerkstatt per LKW-Tieflader und erhielt eine Genehmigung für Testfahrten im Prager Straßenbahnnetz. Gleichzeitig erhilet er nun die Typenbezeichnung RT6N2.
Bei Testfahrten im Februar 2006 wurden Motorschäden festgestellt, so dass der Wagen in der Prager Hauptwerkstatt wieder abgestellt wurde. Nach Kontrollen der Motoren vom Typ TE028A01 wurde festgestellt, dass fehlerhafte Bandagen am Rotor einen Kurzschluss verursachten. Nach Kontrolle der Motoren vom RT6N1 mit der Nummer 9104, wurden diese zur Firma SKD zur Überfrüfung gesendet und am 30. 03. 2006 wieder in den RT6N2 eingebaut.
Von April bis Juni 2006 wurden weitere Testfahrten, nun mit den Motoren vom Wagen 9104, durchgeführt.
Am 15. 06. 2006 erfolgten Testfahrten auf der Strecke nach Sídlišté Barrandov unter Vollast mit Sandsäcken. Bei dieser Testfahrt kam es zu einem schwerwiegenden Fehler, wo ein Schaden am Motor 5 auftrat und der statische Umformer sich dabei abschaltete, dadurch erfolgte die Bremsung nur noch elektrodynamisch über die Scheibenbremsen, was aber nicht ausreichte um den Wagen sicher zum Stehen zu bekommen. Die hydraulische Bremse war aufgrund der Abschaltung des statischen Umformers nicht aktiv. Es passierte zum Glück kein Unfall, aber der Wagen wurde daraufhin wieder zur Prager Hauptwerkstatt überführt, wo alle Fahrgestelle auseinander genommen wurden.
Seitens der Technischen Aufsicht wurde die Genehmigung für Testfahrten am 30. 11. 2006 für den Wagen entzogen, da er die geforderten Tests nicht bestanden hatte.
Da seitens des Verkehrsbetriebes kein weiteres Geld in diesen Wagentyp gesteckt werden soll, wurde er, wie seine Kollegen vom Typ RT6N1, im Betriebshof Pankrác abgestellt.
Wenn sich kein Käufer für den Wagen findet, wird ernsthaft über eine Verschrottung nachgedacht.
Stationierungen (Stand: 08. 06. 2008) :
Betriebshof Pankrác (1 Wagen):
9101 |